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Art Journaling – 5 Techniktipps für Dein Maltagebuch

In einem der vorigen Blogartikel habe ich Dir erzählt, was Art Journaling eigentlich ist und warum es mir so viel Spaß macht. Falls Du den Artikel noch nicht kennst, kannst Du ihn hier lesen…Blogartikel; Was ist eigentlich Art Journaling?

Nun geht es an die praktischen Tipps für dein ganz spezielles Art Journal. Hier gebe ich Dir 5 Tipps für Dein Maltagebuch, damit Du von Beginn an richtig loslegen kannst. (Noch eine Info: Ich habe in diesem Artikel Affiliate Links hinterlegt. Es handelt sich hierbei allerdings ausschließlich um Produkte, die ich selber ausprobiert habe und die ich deshalb aus Überzeugung weiterempfehle)

Tipp Nr. 1:
Spare nicht beim Papier– „Life is too short for crappy paper” – Jane Davenport

Natürlich gilt wie immer, alles darf nichts muss. Aber das Papier, auf dem Du malst, ist mir wirklich wichtig. Der Spaß an der Sache steht und fällt mit gutem, reißfestem und wassersaugendem Aquarell- oder Mixed Media Papier. Wie ich schon oben eine meiner Lieblingslehrerinnen Jane Davenport zitiert habe: „Life ist too short for crappy paper“. Das ist sooo wahr!

Wenn Du am liebsten mit Buntstiften oder Bleistiften malst, kannst Du wirklich jedes Heft, Notizbuch oder Malbuch benutzen. Aber wenn Du wie ich gerne mit Aquarellfarben malst und zusätzlich mit Kleber, Acrylfarbe etc. arbeitest, solltest Du Aquarellpapier von mindestens 220 Gramm. benutzen. Ich persönlich nutze meistens 300 Gramm. So kannst Du sichergehen, dass die Farbe schön verläuft und Du auch nach der dritten Schicht mit Kleber und Zeitungsauschnitten Deine Collage noch erkennen kannst und sie sich nicht auflöst.

Wenn Du das berücksichtigst, sparst Du Dir schon einmal viel Zeit, die ich wohl brauchte um den Aha Effekt zu erleben, der mich jetzt noch aufjubeln lässt: der Moment, wenn die Aquarellfarben auf dem Papier zerfließen und ineinanderlaufen…einfach jummy.

Da ich gerne auf verschiedenen Papieren arbeite und es liebe mir mein eigenes Art Journal zu basteln, benutze ich Blöcke in den verschiedensten Formaten und Papiersorten, hier hast Du einige Beispiele:

Dailer Rowney Feinkorn 300gr 30×40

Lukas Hamburg Feinkorn 250 gr 24×32

Falls Du vorhast in einem Buch zu malen, hier ein Tipp: meine Kollegin und Mentorin Clarissa Hagenmayer hat zum Thema  „Welches Buch Du als Art Journal benutzen kannst“ einen eigenen, sehr hilfreichen  Blogartikel geschrieben. Hier geht´s zu Clarissas Blogartikel…

Tipp 2: Gesso und Co.

Gesso ist ein Grundiermittel, das auf den Leinwänden, die Du im Geschäft kaufen kannst, schon aufgetragen ist. Es besteht aus Leim, Kreide und weißer Farbe und stellt sicher, dass der Untergrund saugfähig ist. So kannst Du mit Gesso eigentlich jegliche Bücher, Notizhefte oder Kalender grundieren und die Seiten dadurch stabiler und reißfester machen. Auch wenn Dir etwas nicht so gut gefällt, kannst Du damit einfach drüber gehen. Ich empfehle Dir unbedingt Gesso zu kaufen, denn so sind dem Art Journaling eigentlich keine Grenzen mehr gesetzt.

Hier zum Bespiel:

Tipp 3: Farben und Stifte

Natürlich kannst Du jegliche Stifte und Farben benutzen, je nachdem ob Du gerne zeichnest oder malst.

Aquarellfarben:

Ich bin ein großer Fan von Aquarellfarben und Stiften, weil ich diesen transparenten und lasierten Look liebe, wenn die Farbe sich über das Blatt verteilt. Mein Favorit hier sind die Farben der Firma Schminke.

Aquarellstifte:

Hier bevorzuge ich den Tombow ABT Dual Brush Pen. Der Fasermaler hat eine feine Spitze und eine Pinselseite, die Du auch wunderbar fürs Handlettering benutzen kannst. Die Farben sind ausdrucksstark, sehr ergiebig und leuchten einfach schön.

Wasservermalbare Wachspastellkreiden:

Mit diesen Kreiden von Caran D´ache neocolour II (Achtung die I sind nicht wasserlöslich) kannst Du wirklich sehr viele verschiedene Techniken ausführen. Die Kreiden eignen sich, um trocken zu malen und kreideähnliche Effekte zu erzielen oder Du kannst sie auch mit Gesso und Wasser vermischen, dies ergibt einen echt coolen Vintage Effekt. Auch zum Lasieren kann man sie wunderbar verwenden. Die Farben sind sehr leuchtstark und haben eine hohe Pigmentierung.

Acryl Farben:

Es gibt natürlich alle möglichen Acrylfarben je nach Lust und vor allem Budget. Ich versuche mich immer wieder an allen möglichen Marken. Meine absolute Lieblingsmarke ist Golden und hier vor allem die Golden Fluids. Allerdings sind diese Farben leider sehr teuer. Vielleicht kannst Du mit ein oder zwei deiner Lieblingsfarben starten und den Rest von einer anderen Firma benutzen. So habe ich mein Farbrepertoire über die Jahre immer weiter aufgestockt. Allgemein sind Liquid Acryl Farben dünnflüssiger als normale Acrylfarben aber im Gegensatz zu Aquarell nicht wasservermalbar.

Andere Firmen, die ich benutze sind z. B.: Lukas, Schminke oder Amsterdam. Aber probier Dich hier einfach aus, Du wirst schnell Unterschiede bemerken und deine persönlichen Favoriten erkennen.

Von den Farbtönen her kannst Du mit den Primärfarben beginnen (rot, grün, blau) und Dir den Rest selbst anmischen. Dann noch Weiß (Titanium white) und statt Schwarz benutze ich lieber den Farbton „Paynes Gray“.

Tipp 4: Kleben und Collagieren

Zum Collagieren benutze ich gerne Zeitschriftenauschnitte, die mir gefallen oder Buchausschnitte, Geschenkpapier, einfach alles, was Du ausreißen kannst. Kleiner aber wirksamer Tipp: wenn Du die Ausschnitte ausreißt, anstatt sie zu schneiden fällt es beim Aufkleben weniger auf.

Zum Aufkleben kannst Du natürlich normalen Kleber nehmen. Stattdessen benutze ich Matte Medium und zwar aus folgendem Grund: Matte Medium kann nicht nur das Aussehen und die Konsistenz beim Untermischen von Acrylfarben verändern, sondern es klebt auch wunderbar. So kannst Du Deine Schnipsel aufkleben und auch noch einmal eine Schicht drüber geben, um das Papier zu versiegeln. Nach der Trocknungszeit ist es auch kein Problem mehr noch einige Malschichten aufzutragen, denn das Papier wird durch die Schicht des Matt Medium stabiler.

 

Tipp 5: sonstige Materialien

Der Phantasie sind beim Art Journaling keinerlei Grenzen gesetzt. Was ich gerne immer wieder benutze sind z. B. Stempel, Schablonen, Frischhaltefolie, Blätter und Luftpolsterfolie.

Bei den Pinseln kommt es ganz darauf an, mit welchen Farben Du arbeitest. Wenn Du Aquarellfarbe nimmst, sollten diese Pinsel  auch auschließlich für diese benutzt werden. Acrylfarbe sollten diese Pinsel nie zu Gesicht bekommen. Lass Dich hier am Besten im Geschäft beraten, denn es gibt wirklich große Qualiäts- und Preisunterschiede. Meine Favoriten sind für Aquarellfarben die Firma Artisti und für die Acrylfarben die Firma daVinci.

Und natürlich: Schere und eine Wassersprühflasche, mit der man die Farben fließen lassen kann, sowie Küchenrolle oder alte Küchentüche.

Worauf wartest Du noch?

Und nun gilt: einfach loslegen, lass Deine Schöpferinnenkraft frei und hab Spaß. Sei frei. Lächle.

Entspannte Grüße von Danis Art


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Danis Art

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