Danis Art – Malen für die Seele | mail@danisart.at

Auch Ängste und Trauer gehören in Dein Art Journal

Niemand wird gerne mit den Themen Tod, Krankheit oder Leid konfrontiert. Aber auch Ängste und Trauer gehören in Dein Art Journal. Denn in schwierigen Zeiten ist es sehr wichtig, dass Du Deinen Gefühlen freien Lauf lässt. Dafür ist Dein Art Journal genau richtig.

Auch Trauer gehört leider zum Leben dazu

Gestern habe ich erfahren, dass ein Freund aus meiner Gymnasiumzeit plötzlich verstorben ist. Das hat mich ziemlich umgehauen. Noch im Mai hatten wir unser 25jähriges Abiturtreffen, bei dem er leider nicht dabei war. Ich hatte andere Mitschüler gebeten ihn anzurufen, damit er über das Treffen Bescheid weiß und kommen würde. Wir hatten uns schon etliche Jahre nicht mehr gesehen. Leider habe ich mich danach nicht mehr darum bemüht und gedacht: „Ach irgendwer wird sich schon kümmern!“

Nun sitz ich hier und kann es einfach immer noch nicht fassen, dass er plötzlich nicht mehr da ist. Es ist traurig, unfassbar und erschütternd. Dennoch hätte er nicht gewollt, dass die Leute aus seiner damaligen Stufe in Verzweiflung geraten. Ein sehr guter und besonderer Freund hat es gestern so ausgedrückt: „Er hätte gesagt: „Zu trauern ist doch Quatsch und bringt nix.“ Aber still und heimlich freut er sich trotzdem, dass so viele Menschen ihn vermissen werden!“

Keiner kann in die Zukunft schauen

In diesem Jahr musste schon eine andere Mitschülerin aus meiner Abiturzeit die Welt verlassen – es war Krebs. Auch damals war ich erschüttert, wie so etwas passieren kann, in so jungem Alter. Mit so viel Power hat diese besondere Frau gelebt und immer gekämpft. Leider ging es zum Schluss einfach nicht mehr.

Wer ist wirklich wichtig in Deinem Leben

Als ich im Mai nach 25 Jahren so viele Mitschüler und Mitschülerinnen von früher wieder traf, war das etwas ganz Besonderes. Eine Handvoll dieser Menschen begleitet mich immer noch seit meiner Kinder- und Jugendzeit. Wir sind Freunde geblieben, haben nie den Kontakt verloren, obwohl wir in verschiedenen Städten und sogar Ländern wohnen. Diese Handvoll Freunde gehören für mich zu meinem innersten Tribe oder besser gesagt, sie sind für mich meine selbst auserwählte Familie.

Ich weiß, wenn es hart auf hart kommt, kann ich jede/n von ihnen nachts anrufen und sie sind für mich da. Umgekehrt wissen sie es genauso. Das ist ein unglaubliches Geschenk und ich fühle eine Dankbarkeit, die tief von innen kommt.

Freundschaften aus der Jugendzeit vergisst man nie

Dieser Wiedersehensabend im Mai war wunderschön. Es herrschte so eine Herzlichkeit zwischen uns, die man nicht spielen kann. Bei jeder Person, die in die Kneipe kam, wurde gejohlt und gelacht und es gab feste Umarmungen. Dieses Gefühl, das ich an diesem Abend hatte, ist schwer zu beschreiben. Ich glaube aber jeder der so lange Freundschaften kennt und diese prägenden Jahre der Pubertät miteinander durchgemacht hat, weiß wovon ich rede.

Ich sah in diese ganzen Gesichter aus Jugendtagen und jedes von Ihnen hat noch heute dieses Ursprüngliche von damals in Mimik und Gestik. Der eine grinst noch genauso verschmitzt wie damals, die andere hat dieses unverkennbare laute, ansteckende Lachen. Erwachsen und älter geworden sind wir und doch ist unser Kern noch immer zu sehen und zu spüren.

Vertrauen, Loslassen und Weitergehen – fällt Dir das auch so schwer?

Ich erinnerte mich an dieses Gefühlschaos der Jugendzeit, in der man versucht rauszufinden, wer man ist. Diese Zeit voller Unsicherheit und gewünschter Coolness und der Suche nach Zugehörigkeit außerhalb der eigenen Familie. Ich spürte wieder diesen Schmerz der Ablösung vom Elternhaus und dem ständigen Knatsch, den es zu Hause gab.

Meine Kinder kommen jetzt grade in dieses Alter und beginnen sich langsam aber erkennbar ein Stück zu lösen. Das schmerzt an manchen Tagen, denn ich war 13 Jahre ständig für sie da. Wenn ich mich an den Abend im Mai erinnere, tröstet er mich sehr. Denn ich wurde nochmal an meine eigene Pubertät erinnert und kann ein Stück loslassen und in mein Vertrauen gehen. Die Mädels werden genau wie ich wunderbare Gleichgesinnte finden, mit denen sie durch diese Zeit gehen, außerhalb meiner Reichweite und meines Einflussbereiches.

Schön, wenn man so sein kann wie man wirklich ist

Wir waren ein sehr bunter Haufen damals in unserer Stufe und dafür bin ich meiner Schule immer noch dankbar. Wir waren Ökos, Schnösels, Deutsche, Türken, Griechen, Italiener, Afrikaner, Reiche, Arme, Polen, Juden, Kölsche, Kroaten, Alternative, Rocker, Afghanen, Pakistaner, Iraner, Heavy Metalls, Depressive, Kiffer, Durchgeknallte und Normalos.

Es war teilweise nicht leicht, wir hatten natürlich Auseinandersetzungen, Im Grunde aber war da dieser Zusammenhalt, den ich an jenem Abend im Mai wieder spürte. Irgendwie war jeder ein Teil vom Anderen.

Mein Schulfreund Oli, ja Oli war jemand, der mit jedem von uns zurechtkam. Er nahm nie ein Blatt vor den Mund, sagte seine Meinung, diskutierte hitzig und passte in keine Schublade. Er ließ sich von den Lehrern nie einschüchtern, war intelligent, herzlich und gleichzeitig geprägt von Weltschmerz und Melancholie.

Ich kannte ihn seit der 5. Klasse und habe ihm zugeschaut, wie er sich von einem introvertierten, überschüchternen Jungen in diesen liebevollen, starken, etwas durchgeknallten Menschen verwandelte. Er hatte schon in jungen Jahren so viel Schicksal zu tragen und tat sein Bestes. Oli musste viel zu schnell erwachsen werden.

Ich war stolz auf ihn und hatte ihn sehr gern, denn er repräsentiert die damalige Einstellung von uns allen: Jeder darf so sein wie er/sie wirklich ist, denn es ist ok so! Eine Einstellung, die wir alle mit in unseren Alltag nehmen sollten. Jeder gibt doch sein Bestes und versucht die beste Version seiner selbst zu sein, oder?

Am Liebsten nicht drüber reden – Wie gehst Du mit sensiblen Themen um?

Warum schreibe ich das alles und was hat das mit meinem Blog auf Danis Art zu tun, das fragst Du Dich jetzt vielleicht?

Trauer und Abschiede gehören leider zum Leben dazu. Veränderung passiert ständig und ich erwische mich oft dabei, wie ich die Zeit festhalten will und mir das Loslassen so unsagbar schwerfällt.

Vielleicht bist Du momentan in einer ähnlichen Situation, in der es um Abschied, Loslassen und Trauer geht. Oder Dir geht es selber grade richtig mies. Ich möchte Dich ermuntern Deine Trauer, Deine Emotionen zu zeigen und sie nicht in Dir einzuschließen.

Wir sind es gewohnt auf die Antwort wie es uns geht im besten Fall zu sagen: „Ja geht eh. Alles ok!“ Hmm, bist Du mit so einer Antwort zufrieden und innerlich vielleicht sogar froh, dass da kein „Mir geht es echt dreckig!“ von Deinem Gegenüber kommt? Denn ups, dann müssten wir ehrlich hinschauen und hinhören. Das könnte dann anstrengend werden.

Wenn Du die Frage nach dem Zustand des anderen erfragst, dann schau doch bitte genau hin und gib selbst auch eine ehrliche Antwort. Nur so können wir wahrhaftiger mit schwierigen Themen und Lebenssituationen umgehen. Wir werden sensibler für die anderen und freuen uns doch auch, wenn sich jemand aufrichtig nach unserem Befinden erkundigt. Das liegt mir hier besonders als Shiatsu Praktikerin und Energetikerin am Herzen, denn unverarbeiteter Kummer kann sich geistig und körperlich niederschlagen.

Nutze heute den Tag, um wichtigen Menschen zu sagen, was sie Dir bedeuten

Mehr Sensibilität im Alltag wünsche ich mir von uns allen. Vielleicht wäre es dann etwas einfacher, uns gegenüber Veränderungen und Schicksalschlägen nicht mehr so hilflos ausgeliefert zu fühlen. Wir können nichts im Leben für immer festhalten, außer die Liebe in unserem Herzen. Klingt Dir das jetzt etwa zu kitschig? So ist es aber oder kannst Du etwas anderes mitnehmen, wenn Du die Erde irgendwann verlässt?

Kinder werden geboren und verändern sich jeden Tag, bis sie irgendwann allein über ihr Leben entscheiden. Ich kann heute für meine da sein und ihnen sagen, wie lieb ich sie habe und wie wunderbar sie sind. Ich kann mir wichtigen Menschen heute noch sagen, wie besonders sie für mich sind. Einfach so! Ich kann mich heute mal ehrlich fragen, ob ich das Leben führe, das ich mir tief im Inneren wünsche. Wenn ja ist das wunderbar. Wenn nein, wie kann die Veränderung aussehen, damit ich zufrieden bin?

Wir alle müssen irgendwann diese Erde verlassen und keiner weiß wann. Daran bin ich dieses Jahr zweimal erinnert worden. Ich möchte darüber sprechen und es nicht unter den Tisch kehren, denn ich habe gestern erlebt wie gut es tut, mit anderen Menschen seine Trauer zu teilen.

Auch Ängste und Trauer gehören in Dein Art Journal

Und nochmal, was hat das mit Danis Art – Malen für die Seele zu tun?

Ich werde jetzt nach diesem Artikel ein Bild für Oli und mich malen. Keine Ahnung was dabei rauskommt, was auf dem Bild zu sehen sein wird. Ich werde einfach meine Trauer, Wut und Ohnmacht herauslassen und gleichzeitig dankbar dafür sein, dass ich diesen großartigen Menschen in meiner Jugend gekannt habe und wir auch später noch eine Herzensverbindung hatten, ohne zu wissen was der andere macht.

Trau Dich Deinen Kummer zu zeigen und zu malen

Jeder drückt seine Trauer unterschiedlich aus, aber bitte lass sie raus. Meine Art es auszudrücken ist einfach das Malen. Trau Dich auch Deinen Kummer zu zeigen, damit unsere Gesellschaft wieder herzlicher werden kann, damit Themen wie Depressionen, Burnout und auch der Tod keine Tabuthemen mehr sind.

Wenn Du nun gerne ein eigenes Art Journal gestalten möchtest, dann fang am Besten sofort an. Hier zeige ich Dir wie einfach es ist.

Ich schicke Dir herzliche Grüße

Dani

 

 


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