Handyfrei – warum es nicht nur für Kinder eine gute Idee ist
Handyfrei – warum es nicht nur für Kinder eine gute Idee ist
Es gibt Momente im Familienalltag, da spüren viele von uns ganz deutlich, dass etwas fehlt. Obwohl alle Familienmitglieder anwesend sind, obwohl wir gemeinsam am Tisch oder nebeneinander auf dem Sofa sitzen. Die Nähe ist gefühlt oft weniger geworden, die Gespräche untereinander zu kurz und unsere Aufmerksamkeit unkonzentriert oder fahrig. Irgendwo zwischen Brotdosen, Hausaufgaben und Terminen liegt nämlich dieses kleine, blinkende und fordernde Gerät, das ständig ruft.
Ich beobachte diese Entwicklung und weiß, wie es sich anfühlt. Auch wenn meine eigenen Kinder inzwischen erwachsen geworden sind, sehe ich, wie herausfordernd der Alltag mit digitalen Medien für Familien geworden ist. Wie schnell die echte und vertrauensvolle Verbindung verloren geht und wie viele Gespräche sich nur noch um Bildschirmzeiten, Diskussionen und Machtkämpfe drehen. Und ich weiß aus eigener Erfahrung, wie hilflos sich das manchmal anfühlen kann.
Wenn die Verbindung ungewollt weniger wird
Was mir dabei immer wieder begegnet, ist nicht der Wunsch nach Kontrolle, sondern der Wunsch nach Nähe. Eltern wollen ihre Kinder spüren, verstehen, begleiten. Doch zwischen Likes, Games und Dauerbeschallung wird das zunehmend schwieriger. Kinder verlieren sich in digitalen Welten, während Eltern versuchen, Grenzen zu setzen – oft erschöpft, oft unsicher, oft mit schlechtem Gewissen. Dazu kommt, dass das Handy in unserer Welt auch wichtiges Arbeits- und Kommunkationsmittel geworden ist, das wir aus unserem beruflichen Leben nicht mehr wegschalten können.
Genau deshalb möchte ich heute etwas teilen, das mir wirklich am Herzen liegt.
Ein Buch, das nicht belehrt, sondern verbindet
Meine geschätzte Autorenkollegin Petra Trautwein hat ein neues Buch geschrieben: „Handyfrei – wie Eltern ihren Kindern den gesunden Umgang mit Handy & MEDIEN beibringen.“ Petra ist dreifache Mutter, erfahrene Familiencoachin und Medienexpertin – und vor allem jemand, der den Familienalltag kennt, nicht nur aus der Theorie, sondern aus dem echten Leben.
Was dieses Buch für mich so besonders macht, ist seine Ehrlichkeit und seine Alltagstauglichkeit. Petra spricht aus, was viele Eltern fühlen, aber selten laut sagen: Dass unsere Kinder uns heute mehr denn je brauchen. Nicht als Kontrolleurinnen, sondern als Halt. Als Orientierung. Als Gegenüber im echten Leben.
Dieses Buch ist kein Ratgeber mit erhobenem Zeigefinger. Es ist eine Einladung. Eine Einladung, wieder in Verbindung zu gehen statt zu kontrollieren, Führung zu übernehmen, ohne hart zu werden, und unseren Kindern im echten Leben das zu geben, was sie online suchen.
Verbindung entsteht nicht durch Verbote
Petra zeigt sehr klar, warum reine Verbote oder starre Bildschirmzeiten oft nicht ausreichen und wie exzessive Mediennutzung mit Konzentrationsproblemen, Lernschwierigkeiten und emotionalem Rückzug zusammenhängt. Vor allem aber zeigt sie Wege auf, wie Eltern ihre Kinder liebevoll und klar durch das digitale Zeitalter begleiten können – Schritt für Schritt, umsetzbar und realistisch, auch dann, wenn es laut, emotional oder anstrengend wird.
Beim Lesen wurde mir einmal mehr bewusst: Es geht nicht darum, Bildschirme zu verteufeln. Es geht darum, Alternativen zu schaffen, die sich lebendig anfühlen. Räume, in denen echte Begegnung wieder möglich wird. Deshalb möchte ich dir dieses Buch heute persönlich ans Herz legen. Denk Link zum Buch findest du hier.
Malen als stiller Gegenpol zur digitalen Welt
Und hier berührt sich Petras Thema ganz natürlich mit meinem eigenen. Denn Malen ist für mich einer der schönsten Wege, um Verbindung zu schaffen – mit uns selbst und miteinander. Wenn wir zum Pinsel greifen und die Farbe übers Papier gleitet, wenn nichts bewertet wird und niemand etwas leisten muss, entsteht etwas, das kein Bildschirm ersetzen kann.
Ich erlebe immer wieder, wie kraftvoll es sein kann, wenn Eltern gemeinsam mit ihren Kindern malen. Ohne Ziel. Ohne Anleitung. Einfach nebeneinander sitzen, Farben teilen, lachen, still sein, spüren. Eine ArtSchwester von mir malt regelmäßig mit ihren Töchtern im ArtSchwestern Club. Kein Programm, kein Müssen – nur gemeinsame Zeit, die sie trägt. Diese Momente schaffen Nähe, ganz ohne große Worte.
Handyfrei als Einladung an uns selbst
Für mich beginnt „handyfrei“ nicht bei unseren Kindern, sondern bei uns. Bei der Entscheidung, uns wieder auf das einzulassen, was jetzt gerade da ist. Auf ein Blatt Papier. Auf eine Farbe. Auf einen Moment echter Präsenz mit unseren Kindern. Malen kann dabei ein sanfter, natürlicher Übergang sein – weg vom Bildschirm, hin zum Spüren.
Wenn du Mama bist und spürst, dass ihr euch als Familie nach mehr Verbindung sehnt, dann ist Petras Buch eine wunderbare Begleiterin auf diesem Weg. Und vielleicht ist es gleichzeitig eine Einladung, gemeinsam neue Rituale zu entdecken. Rituale, die nähren, statt zu erschöpfen. Macht dich der ArtSChwestern Club neugierig? Dann schau unbedingt hier vorbei.
Farbe kann dabei ein verbindender Anfang sein.
Herzlich deine
Dani 🎨
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Danis Art
Hallo! Mein Name ist Daniela Binder. Ich bin Kreativmentorin und Künstlerin. Du suchst beim Malen Deinen eigenen, kreativen Flow? Du möchtest Dich dabei auch gleichzeitig mit dem Thema Spiritualität beschäftigen? Mit Online-Kursen, Tutorials und Tipps rund ums Malen unterstütze ich Dich sehr gern dabei. Viel Spaß beim Stöbern in meinem Blog.